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Pathrule

doku

Schnellstart

Installiere die Pathrule CLI, wähle Cloud oder Local, verbinde einen Workspace und prüfe, ob pfadbezogenes Wissen bei deinem Coding-Agent ankommt.

Auf dieser Seite

Du startest mit einem lokalen Repository und dem Agent, den du ohnehin nutzt. Über die CLI installierst du Pathrule und arbeitest damit im Terminal. Sie verbindet unterstützte Agents unter macOS, Linux oder Windows, und dasselbe Workspace-Wissen erreichst du auch über die VS Code-Erweiterung und über MCP. Für das optionale On-Device-Modell gelten eigene Plattformanforderungen.

Wenn du zuerst ein kleines lokales Projekt ausprobieren willst, folge dem Beispiel-Workspace. Du legst ihn selbst an und bearbeitest ihn auch selbst.

1. Runtime installieren

Installiere die CLI mit Node.js 20.11.1 oder neuer:

npm i -g @pathrule/cli
  • CLI führt Pathrule im Terminal, über SSH und in Automatisierungen aus. Die genauen Anforderungen findest du unter CLI installieren.
  • VS Code-Erweiterung ergänzt das Durchsuchen und Bearbeiten von Wissen im Editor und kann ebenfalls deine KI-Clients verbinden. Siehe Pathrule für VS Code.

Du kannst beide mit demselben Workspace-Wissen nutzen. In der Cloud verbindet dein Konto die beiden. Für die lokale Nutzung der CLI brauchst du kein Konto.

2. Anmelden

pathrule setup fragt dich, ob du Cloud oder Local nutzen willst. Bei Cloud meldest du dich an, um Workspace-Wissen zu teilen. Local braucht kein Konto. Mit pathrule setup --local wählst du Local direkt und überspringst die Anmeldung. Unter Lokal oder Cloud findest du einen Vergleich der beiden. Weiter geht es mit Schritt 3, in dem du die Einrichtung startest.

Für Cloud kannst du dich auch separat mit einem Einmalcode anmelden, ob am Desktop, über SSH oder auf einem Rechner ohne Bildschirm:

pathrule login

Die CLI gibt den Code aus und öffnet die Freigabeseite mit bereits eingetragenem Code. Gibt es auf dem Rechner keinen Browser, öffne die ausgegebene URL auf einem beliebigen Gerät, gib den Code ein und bestätige. Willst du stattdessen den Browser-Callback-Flow auf diesem Rechner nutzen, führe pathrule login --browser-callback aus.

Beide Wege enden damit, dass du angemeldet bist und eine Session hast, die die Runtime im Hintergrund aktuell hält.

3. Workspace anlegen

Ein Workspace ist die Einheit, der Pathrule Inhalte zuordnet. Er bildet ein Repository oder eine kleine Gruppe von Repositories auf deinem Rechner ab.

Mit der CLI passiert alles in dem Ordner, in dem du sie ausführst. Wechsle also zuerst in das Repository. Der geführte Weg legt den Workspace an oder verknüpft ihn und verbindet in einem Durchlauf deine KI-Clients:

cd ~/repos/my-team
pathrule setup

Setup zeigt deine Organisation an, schlägt passende Workspaces vor oder legt einen für diesen Ordner an und fragt, welche unterstützten KI-Clients verbunden werden sollen. Anschließend kann es einen ersten Projekt-Scan anbieten, den dein Agent ausführt und der Memories, Regeln und Skills vorschlägt, die du freigibst. Für einen Workspace, der ohne Konto auf diesem Rechner bleibt, führe pathrule setup --local aus; siehe lokale Einrichtung.

Für die manuelle Cloud-Einrichtung legt pathrule init einen Workspace mit dem Namen des Ordners an und verknüpft den Ordner damit. Einen bestehenden Cloud-Workspace verknüpfst du über Namen oder ID:

cd ~/repos/my-team
pathrule workspace attach my-team

Es gibt keine Option, die einen Pfad entgegennimmt: Die CLI verknüpft immer den aktuellen Ordner. Verbinde danach deine Clients mit pathrule install <client> und pathrule sync, wie unter CLI installieren beschrieben. Anhand dieser Zuordnung ermittelt die Runtime, zu welchem Workspace dein aktuelles Verzeichnis gehört.

4. Erste Memory schreiben

Am schnellsten prüfst du, ob alles richtig verbunden ist, indem du eine Memory schreibst und deinen Assistenten dann in dem Bereich öffnest, den sie abdeckt. Lege sie für diese Anleitung im Wurzelverzeichnis des Workspace an.

Title: Our database is Postgres on Supabase
Body:
- All queries should treat row level security as the source of truth.
- Do not bypass RLS with a service key in user facing code.
- Migrations live in supabase/migrations and run through CI.

Im Terminal ist die Memory auf einem Cloud-Workspace ein einziger Befehl. Ohne --body öffnet die CLI deinen Editor (VISUAL oder EDITOR) für den Inhalt; du kannst aber auch --body übergeben oder den Text per Pipe einspeisen.

pathrule memory add --path / --title "Our database is Postgres on Supabase"

Führe danach pathrule sync im Repository aus, damit die Dateien und der lokale Index, die deine Clients lesen, die neue Memory übernehmen.

In VS Code nutzt du New Memory… in der Pathrule-Ansicht. Auf einem lokalen Workspace schreibst du in der Local Console oder bittest deinen Agent, die Memory über die MCP-Tools von Pathrule zu speichern. Die CLI listet lokales Wissen auf, liest und durchsucht es, kann aber keines hinzufügen.

5. Hook beobachten

Öffne Claude Code oder Codex in dem Verzeichnis, das du mit dem Workspace verknüpft hast. Starte einen neuen Turn und stell eine beliebige Frage zu dem Bereich, den die Memory abdeckt.

Sobald du den Prompt abschickst, liest der Pathrule-Hook den zwischengespeicherten Ausschnitt für diesen Pfad, formatiert die relevanten Memories und Regeln und übergibt sie dem Agent, bevor dieser sein erstes Tool aufruft. Die Memory taucht dort auf, wo dein Agent seinen Kontext anzeigt, ohne zusätzlichen Roundtrip mitten in der Aufgabe.

Cursor und GitHub Copilot haben keinen Prompt-Hook: Pathrule erreicht sie über Session- und Tool-Hooks, ihre Instruktionsdateien und MCP. Windsurf hat keine Hooks und nutzt seine Regeldatei für den Start der Session und MCP für tiefergehenden Kontext. Prüfe diese Clients deshalb anhand ihrer Anleitungen: Cursor, GitHub Copilot und Windsurf.

Wenn nichts erscheint, führe den Doctor aus.

pathrule doctor

Der Doctor prüft deine Anmeldung, den Workspace und ob dieser Ordner damit verknüpft ist, den MCP-Eintrag jedes KI-Clients sowie die Dateien, die Pathrule im Ordner verwaltet. Für alles, was Aufmerksamkeit braucht, nennt er den nächsten Befehl. Einen veralteten Client-Eintrag behebt pathrule repair.

6. Regel hinzufügen

Memories sind Fakten. Regeln sind Vorgaben. Füge für denselben Pfad eine Regel hinzu. Auf einem Cloud-Workspace geht das im Terminal so:

pathrule rule add --path / --name "No service key in browser code" --priority high --scope folder \
  --body "Never use the SUPABASE_SERVICE_ROLE_KEY in any file under apps/web. Use the anon key plus row level security."

Du kannst auch New Rule… in der VS Code-Erweiterung nutzen oder deinen Agent bitten, die Regel zu speichern.

Öffne Claude Code erneut. Die Regel kommt zusammen mit der Memory an. Die Priorität high stellt sie weit nach oben. Als Kontext ausgeliefert ist eine Regel eine Anforderung, die der Agent befolgen soll, keine Sperre. Eine Regel kann zusätzlich eine ausführbare Vorgabe enthalten: Ein Agent kann eine vorschlagen, sie wird als Vorschlag gespeichert und nicht durchgesetzt, und erst nachdem ein Mensch sie freigegeben hat, kann der Pre-Tool-Hook eine passende Änderung blockieren, und zwar in Clients, deren Tool-Hooks diese Entscheidung berücksichtigen. Siehe Regeln als Leitplanken.